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11.09.2006 Schüttung für sanierte Böden

Der Bau des Klosters Studenice in Slowenien geht bis auf die Anfänge des 13. Jahrhunderts zurück. Die heutige Nutzung erforderte eine grundlegende Sanierung. Um einen Höhenausgleich bei Boden und Gewölbedecken vorzunehmen, wurde aus statischen Gründen eine leichte und belastbare Liapor-Schüttung eingesetzt.
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Im Nordosten Sloweniens liegt die Region Podravska, die im Norden an die Steiermark/Österreich grenzt und etwa elf Prozent der Landesfläche umfasst. Kulturelles Zentrum im Nordosten ist Maribor (deutsch: Marburg an der Drau), mit rund 90.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Sloweniens. Rund 35 Kilometer südlich von Maribor entfernt befindet sich der Ort Studenice, dessen Name Brunnen bedeutet und sich von einer bereits in der Antike bekannten Wasserquelle ableitet. Studenice liegt im Dravinja-Tal, am Fuße des 978 Meter hohen Berges mit dem Namen Bo. Bereits auf den Anfang des 13. Jahrhunderts geht der Bau eines Hospitals mit Kirche zurück, das später in ein Dominikanerkloster umgewandelt wurde. Seit 2000 kümmern sich die Gemeinde und ein touristischer Verein um den Erhalt der großen Klosteranlage. Die Komplettsanierung des Klosters Studenice erfolgte im Zeitraum 2004 bis 2006.
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Leicht und belastbar
Fußböden und Gewölbedecken waren so baufällig, dass diese von Grund auf renoviert werden mussten. Dabei war es auch notwendig, jeweils einen Höhenausgleich vorzunehmen. Ein großes Problem bildete die geringe Belastbarkeit der vorhandenen Bausubstanz. Mit dieser Ausgangssituation verbanden sich hohe Anforderungen an das Material, mit dem die Böden und Decken aufgefüllt werden mussten. Notwendig war ein äußerst geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Aus diesen Gründen entschied sich der Architekt, eine belastbare Liapor-Schüttung der Korngröße 4/8 zu verwenden. Die Blähtonkugeln zeichnen sich durch ein extrem geringes Gewicht, ihre hohe Druckfestigkeit sowie Formstabilität aus. Die geringe Trockenschüttdichte von circa 325 ± 25 kg/m3 macht den Liapor-Blähton äußerst leicht und hält die Belastung für die Bausubstanz niedrig. Das Naturprodukt bewirkt aufgrund seiner Porenstruktur zusätzlich eine erstklassige Wärmedämmung.
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Ein Ort für Kultur
Mit insgesamt 800 Quadratmetern dieser belastbaren Schüttung wurden das komplette Erd- und Obergeschoss saniert. Auf die Liapor-Schüttung folgten Estrich und dann der Parkettboden. Heute ist das Kloster Studenice zu großen Teilen wiederhergestellt und kann besichtigt werden. Es dient auch als Veranstaltungsort für viele kulturelle Höhepunkte in der Region.
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