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20.07.2007

Blähton schließt Baulücken

Mit mehr Neubauten im Umfeld einer bestehenden Bebauung zeigt die Firma ABEMA, wie eine optisch attraktive und dennoch bezahlbare Stadterneuerung heute aussehen kann.

Noch immer stehen in deutschen Städten viele unästhetische Zweckbauten aus der Nachkriegszeit. Dazu zählten auch Kindergarten, Bücherei und Pfarrhaus der katholischen Gemeinde St. Michael, die an der Rheinbacher Straße in Bonn 2006 standen. Für den 2006 erfolgten Abriss sprachen die unbefriedigende Stadtästhetik und die schlechte Bausubstanz, aber auch wirtschaftliche Gründe. Denn es war wesentlich kostengünstiger, sechs moderne Einfamilienhäuser komplett neu zu errichten, als den minderwertigen Wohnraum aufwendig zu sanieren: Für die sechs Häuser mit 4.600 Kubikmeter umbautem Raum und 1.300 Quadratmetern Nutzfläche beliefen sich die Neubaukosten auf rund 1.200 Euro je Quadratmeter – einschließlich Abriss.

Kreative Architektur mit Fertigelementen

Das mit der Entwicklung, Planung und Ausführung beauftragte Bonner Architektur- und Bauunternehmen ABEMA hat sich einer kreativen Architektur plus einer werthaltigen Bauweise verschrieben. Mit den massiven Fertigelementen aus ökologischem Liapor-Blähton verbindet sich gleichzeitig eine extrem kostengünstige Bauweise. Mittels vorgefertigter Wand- und Deckenelemente aus Liapor-Blähton vergingen nur vier Wochen nach dem Abriss, bis die kompletten Rohbauten für sechs moderne Einfamilienhäuser standen. Damit benötigte ABEMA gerade einmal 3,3 Arbeitstage pro Rohbau. Der Einsatz von Leichtbeton-Fertigteilen bietet beim innerstädtischen Bauen noch weitere überzeugende Vorteile: Die extrem kurze Bauzeit minimiert auch baubedingte Belästigungen. In der Rheinbacher Straße in Bonn profitierten davon besonders die Kinder der benachbarten Grundschule.

Vorzeigehäuser in Leichtbeton

Die Wände aus gefügedichtem Liapor-Leichtbeton verfügen über millimetergenaue Aussparungen für Türen sowie Fenster und eine edelstahl-schalungsglatte Oberfläche, was einen aufwendigen Innenputz auf der Baustelle überflüssig macht. Die feinporige Struktur der Blähtonkugel sorgt für wärmedämmende und zugleich wärmespeichernde Eigen-schaften der Wandelemente und damit eine nachhaltige Energieeffizienz der Gebäude.
Insgesamt sind die Neubauten an der Rheinbacher Straße in Bonn beispielhaft für modernes Bauen mit Beton: nachhaltige und ökologisch wertvolle Materialien rationell einsetzen, für eine optimale Energieeffizienz bei minimaler Umweltbelastung. Dafür sorgt auch die geplante Energiegewinnung durch Erdwärme.
Gegenüber einer Bestandssanierung weisen die Leichtbetonbauten an der Rheinbacher Straße einen entscheidenden Vorteil auf: Auch mit neuer, teurer Dämmhülle haben sanierte Gebäude nach wie vor eine wenig zeitgemäße Bausubstanz. Der Neubau führt dafür zu einer optisch attraktiven und bezahlbaren Stadterneuerung mit bedarfsgerechtem Wohnraum, die sich für alle lohnt.