biologische Wasserreinigung

Liaperl

 

Kolonie für Mikroorganismen

Eine Schonung der natürlichen Ressourcen schließt den sparsamen Umgang mit Trinkwasser ein. Die Voraussetzung für eine sicherer werdende Trinkwasserqualität und -versorgung bildet die reduzierte Schadstoffbelastung des Abwassers. Mechanische Anlagen konventioneller Klärtechnik reinigen das Wasser nur durch den physikalischen Absetzvorgang, wobei sich im Abwasser die feste und flüssige Phase trennen. Biologische Anlagen nutzen dagegen Mikroorganismen, um das Abwasser zu reinigen. Einen idealen Besiedlungsuntergrund für diese Kleinstlebewesen bildet die Liapor-Sorte Liaperl. Liaperl ist kugelförmiger Blähton, dessen Eigenschaften sich für die jeweilige Filteranlage exakt einstellen lassen. Aufgrund des Liapor-Herstellungsverfahrens sind verschiedene Kornbänder und damit Filterwerkstoffe erhältlich. So kann die Oberflächenstruktur, die die Reaktionsfläche für die Mikroorganismen bildet, variiert werden. Doch ist auch eine Modifikation der Festigkeit möglich, die sich aus Zwickelporenvolumen und Verteilung ergibt.

Für die Abwasser-Biofiltration

Die Abwasser-Biofiltration, bei der belüftete Filter mit grobem Liaperl befüllte sind, kann auf Erfahrungen zurückblicken, die bis in die 80er Jahre zurückreichen. Meist wird dafür der kugelförmige Blähton Liaperl mit spezifischen Oberflächen von 800 bis 900 m2/m3 für 4-8 mm gewählt. Damit lässt sich auch bei relaiv kleinen Behältergrößen eine hohe Biomassekonzentration erzielen, womit eine Platz- und Kostenersparnis einhergeht. Es kommen auch kleinere Körnungen zum Einsatz, die zwar größere Oberflächen aufweisen, aber dafür die Verstopfungsneigung des Filters erhöhen. Liaperl wird überwiegend in Großkläranlagen in der biologischen Stufe verwendet, um den Stickstoff- und Phosphatgehalt im Abwasser zu reduzieren. Liaperl ist aber auch für Klein- und Pflanzenkläranlagen geeignet.

Breite Palette spezifischer Filterwerkstoffe

In Festbettreaktoren dient Liaperl als Besiedlungsuntergrund für Mikroorganismen. Mit Hilfe definierter Liaperl-Kornbänder lassen sich die dabei gewünschten Eigenschaften exakt einstellen: Dies betrifft sowohl die spezielle Oberfläche, die sogenannte Reaktionsfläche, als auch die hydraulischen Eigenschaften des Festbettes, die sich aus dem Zwickelporenvolumen und der Verteilung ergeben. Das Verfahren zur Herstellung von Liapor erlaubt eine breite Palette an spezifischen Filterwerkstoffen. Als Standard-Kornbänder werden meist die Sorten 3/6 mm, 4/8 mm und 8/16 mm eingesetzt. Die Kornbänder lassen sich aber auch individuell an den Kundenwunsch anpassen – genauso wie die Kornrohdichtebereiche, die bei Liaperl zwischen 0,4 kg/dm3 für schwimmende Abdeckungen und bis zu 1,8 kg/dm3 für die biologische Abwasserbehandlung in Groß- und Kleinkläranlagen sowie Tropfkörper- und Pflanzenkläranlagen liegen.

Dauerhaft und strömungsgünstig

Die mikroskopisch raue Schale von Liaperl bietet viele Vertiefungen, in denen sich dauerhaft die Keime von Mikroorganismen halten. Nach Filterspülungen, die regelmäßig erforderlich sind, stellt sich so die Funktionsfähigkeit des Festbettes bald wieder her – der biologische Rasen erholt sich rasch. Ein weiterer Vorteil: Durch seine Kugelform verhält sich Liaperl strömungsgünstig und auch die geschlossenen Poren sparen viel Energie beim Rückspülen – im Vergleich mit anderen Filtermaterialien. Seine große mechanische Festigkeit sichert Liaperl eine extrem hohe Lebensdauer. Nach der Nutzung kann Liaperl einfach auf Baudeponien oder auch in der Landwirtschaft entsorgt werden, sofern der Abwasserprozess keine Problemstoffe enthält.

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